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Berliner Kieze
Moabit Kreuzberg Wilmersdorf Wrangelkiez

Der Wrangelkiez in Kreuzberg befindet sich  zwischen der Skalitzer Straße im Nordwesten und dem Görlitzer Ufer entlang des Heckmannufers am Landwehrkanal im Südosten, sowie dem May-Ayim-Ufer parallel zur Schlesischen Straße im Nordosten und der Görlitzer Straße im Südwesten.

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Der Wrangelkiez in Berlin wurde benannt nach Friedrich Heinrich Ernst Graf von Wrangel

(* 13.04.1784 - † 01.11.1877).

Lage:
Namensgebung:
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Kiezgeschichte

Der Wrangelkiez ist ein sehr urprünglicher Kiez, der bereits seit dem 17 Jahrhundert besteht und zu dieser Zeit zum Teil als Ackerland verwendet wurde.

Als im 18. Jahrhundert der Landwehrkanal gebaut wurde entstand ebenso der wichtige Umschlagplatz Görlitzer Bahnhof. Durch die Zuwanderung arbeitsloser Landarbeiter wurde am Kottbusser Tor einst eine Barackensiedlung errichtet. Durch die enorme Bevölkerungsdichte wurden im Kiez fast ausschließlich Einzimmerwohnungen errichtet. 1902 wurde im Wrangelkiez die erste U-Bahn Deutschlands erbaut - die heutige Hochbahn entlang der Skalitzer Straße und 1904 die Liebfrauen Basilika. In dem ehemaligen Arbeiterbezirk wurden 1929 nach der Weltwirtschaftskrise 1/3 der Bewohner Arbeitslos.

Den zweiten Weltkieg hatte der Kiez halbwegs überlebt, doch durch den Bau der Berliner Mauer war das einst zentrale Kreuzberg plötzlich ein Bezirk am Stadtrand. Der Treptower Park als Erholungsgebiet war nicht mehr zugänglich. Die Oberbaumbrücke wurde geschlossen. Als der Senat 1963 das erste Stadterneuerungsprogramm beschloss, wurden in der  Gegend am Kottbusser Tor bis zum Görlitzer Bahnhof sehr viele Altbauten abgerissen. Die Gewerbestruktur mit kleinen Räumen in der Wrangelstraße und rund um das Schlesische Tor blieben währenddessen erhalten. Die Eigentümer der Mietwohnungen haben oft nicht mehr investiert oder konnten es nicht. Die Häuser sind somit zerfallen. Im heutigen Zeitalter des Berliner Wohnungsmarkts ist es schwer vorstellbar. Viele Menschen zogen aus Kreuzberg. Nur Ältere und sozial Schwache blieben gemeinsam mit vielen Einwanderern in den sanierungsbedürftigen Altbauten wohnen. Die Hauseigentümer duldeten es, während sie auf den  Abrisstermin warteten. 1979 begann somit die Hausbesetzerszene.

Es lebten einst viele Künstler und Studenten in der Ecke umringt von der Mauer und dem Wasser .

Nach dem Mauerfall gehört der Kiez wieder zur Mitte der Stadt, die Mieten stiegen jedoch enorm, so dass der größte Teil der kreativen Szene in andere Bezirke flüchtete.

Die Schlesische Straße, die Hauptverbindung quer durch den Kiez nach Mitte entwickelte sich als Party und Ausgehmeile.

Auf dem Lausitzer Platz finden regelmäßig Ökomärkte statt.


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